Hier eine kleine Auswahl meiner Printprojekte - als Film. 

Und weiter unten findest du eine Auswahl meiner Texte.

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"ALLES NUR FASSADE" - SPRÜCHE.

erhältlich bei www.zeitloops.de


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Getextetes - Auswahl

TV-Spot für eine Zahnzusatzversicherung

Ein Versicherungsunternehmen möchte mit einem TV-Spot eine Zahnzusatzversicherung bewerben. Dafür benötigen wir noch einen Werbesong. Deine Herausforderung:
Der TV-Spot zeigt einen volkstümlichen Schlagerstar mit lückenhaftem Gebiss, der beim Musikantenstadl auftritt. Welchen Songtext wirst du ihm in den Mund legen?

Titel: Ich hab für dich alles gegeben

1.Strophe
Die Nacht war feurig, die Frauen waren heiß.
Die Musik spielte wild, ein einziger Verheiß.
Meine Liebste - die kam - mein Herz schlug für sie.
Doch sie war in Begleitung. Das verkraftete ich nie.
Refrain
Ich hab für dich alles gegeben.
Mein Herz, meine Visage und auch mein Leben.
Ich war für dich doch immer da.
Wo bist du jetzt - mein Superstar.


2.Strophe
Er kam auf mich zu. Sie schaute kurz auf.
Ich folgte ihrem Blick, doch schon haute er drauf.
Ich sagt noch - Rosie - doch schon war sie fort.
Wo ist sie hin - ich ganz allein, an diesem verdammten Ort.

Refrain
Ich hab für dich alles gegeben.
Mein Herz, meine Visage und auch mein Leben.
Ich war für dich doch immer da.
Wo bist du jetzt - mein Superstar.

3. Strophe
Sie kam zurück. Der Typ sah ihr nach.
Sie beugte sich nieder, nahm meine Hand
und sprach: Wir ziehen zusammen und machen Pläne
Das Herz kann man richten und auch deine Zähne.

Refrain
Ich hab für dich alles gegeben.
Mein Herz, meine Visage und auch mein Leben.
Ich war für dich immer da.
Da bist du jetzt - mein Superstar.

Über das Wählen.

 

Eigentlich macht ja das Wählen Spaß. Ist ja so zu sagen Luxus.

Wenn ich mich zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten entscheiden kann. 

Wer darf das schon… 

Besser - wer kann das schon. 

 

Können, nicht im Sinne, von die Möglichkeit haben, sondern von Können wie Kunst. 

 

Ein weiser alter Mann, mein Onkel Rudi, sagte einmal:

„Entscheidungen treffen und dazu stehen.“

 

Aber jetzt stehe ich hier. Mal wieder mit so einem grünen T-Shirt mit stellaren Applikationen und einem schwarzen Rock. Und ich habe nur 20 Euro. Also muss ein Teil da bleiben. Und dann kommen die Fragen. Was denn jetzt besser aussieht. Und dann frage ich die Sabine, die sich gerade in der Umkleide nebenan an einer Jeans abarbeitet, und dann frage ich meinen Freund, der mit seinem IPhone gerade als Rauti im HSV-Blog die Wartezeit überbrückt und dann frage ich eine Elke, die vor einem Spiegel steht. Und dann die Verkäuferin, das Mädchen am Gürtelständer und wieder meinen Freund, und die Kassiererin und dann schicke ich das Bild vom T-Shirt mit stellaren Applikationen und dem schwarzen Rock per MMS meiner Schwester und drehe durch, weil sie nicht erreichbar ist – ich ziehe beides immer wieder an und aus und an und aus und ziehe den Rock über den Rock, weil die Umkleideschlange mittlerweile zu lang ist und dann schwitze ich; und ich schwitze und haben Bluthochdruck, obwohl das nicht sein kann, weil ich genauso wie mein Vater einen niedrigen Blutdruck haben und deswegen viel Salz essen darf. 

Und dann stolpere ich, weil sich der Rock im Rock verheddert hat, und dann schauen alle, und mein Freund schaut weg. 

Und ich liege am Boden. Und ich schaue nach oben. Und da sehe ich so wahnsinns blaue Shorts… 

Und dann schließt der Laden und ich stehe an der Kasse und zahle alle drei Sachen: das grüne T-Shirt mit stellaren Applikationen und den schwarzen Rock und die wahnsinns blauen Shorts. Und zwar mit Karte. Das ich daran nicht schon früher gedacht habe…

Das hätte mir bei der Entscheidung geholfen.

 

Und morgen bringe ich das grüne T-Shirt mit stellaren Applikationen, den schwarzen Rock und die wahnsinns blauen Shorts wieder zurück und nehme dafür einen hellblauen Sweater, was auch immer das genau ist, mit und noch eine Kette für den Fuß, obwohl die wahrscheinlich nicht passt, da mein Knochenbau sehr stark ist.

 

Und das schlimmste – das sind nur Klamotten – nicht das das nicht existenziell wäre.

Aber es stehen ja bald Wahlen an. Da gibt es nicht nur grün und rot, sondern auch gelb und eventuell schwarz, was bekanntlich schlank macht. Und braun, was ja bekanntlich krank macht. Und da geht es auch um Geld und noch schlimmer um Zukunft, meine Zukunft, die meines Freundes, von Elke und meiner Schwester und auch die der Kassiererin und was ist wenn ich mich da falsch entscheide – dann bringe ich das einfach wieder zurück.

 

Ja, wie sagte einst an einem schönen klaren Frühjahrstag mein weiser Onkel Rudi:

„Entscheidungen treffen und dazu stehen.“

Das ist doch eigentlich ganz einfach.

 

Animierter Text unter: https://vimeo.com/118464233


Auch ich liege am Strand
 
Wenn ich meine sieben Sachen
samt Milz und Lunge
sacht im Sand abgelegt und
den Darm mit Olivenöl eingeschmiert
habe, kann das Braten beginnen.
 
Wenn ich die Hände meines 
Geliebten im Sand
verscharrt habe,
und ich sein Gesicht solange
in den Sand drücke bis das
Zappeln endet,
habe ich Ruhe,
um zu sonnenträumen.
 
Jetzt muss ich nur noch warten,
bis die heilige Sonne
den letzten Rest
des Verstandes versengt hat.
Dann werde ich mich zu den WELLEN gesellen
und dort im Abendrot zerbrechen.


Brennbare Etüde

 

Karton, blau, der zu einer viereckigen Hülle gefaltet ist, umschlingt eine nach oben offene Schachtel. Das Äußere gibt das Verborgene erst frei, wenn man gegen das Innere drückt. Die Schachtel, die sich grau zuvor im blauen Karton versteckt hat, gibt nun ihren Inhalt Preis. Überaus lange, zerbrechliche kleine 

Holzstäbe tummeln sich in ihr. Als Kopfschmuck tragen die beigen Stäbchen Rot, das sich nur an einem Ende schüchtern um das Holz schlingt. Die so herausgeputzten Stängchen lassen sich problemlos aus der Schachtel entnehmen.

Wenn sich der rote Hut an den rauhen bräunlichen Außenseiten des blauen Kartons reibt, entsteht ein angenehm weihnachtlicher Duft; im nächsten Moment flackert das Hölzchen freudig auf. Die Flamme verzehrt allmählich das Holz, bis nur noch ein kläglich gebogenes, schwarzverkokeltes Etwas überbleibt.

Ist man behend genug erhält man die außergewöhnliche Möglichkeit die Flamme zu nutzen, um anderen Dingen, wie zum Beispiel Kerzen, Licht zu schenken.
 
 


Erwürgung – aus der alten Zeit

 Die Absage hat sich dann im Telefonkabel erhängt.

Erwürgung – aus der neuen Zeit

 Die Absage hat sich dann im Netz verfangen.

Rezept à la Raymond Queneau

 

 Gefüllter  Bus

 

Für den Teig

einen Autobus 

die Linie 10

 

Für die Füllung

einen Kerl 

einen Hut 

eine Kordel

250 g Menschen

einen Schuß Gare Saint-Lazare

 

Außerdem:

einen leeren Platz

 

Zum Bestreuen

einen Knopf

 

Anleitung:

Den Bus wie im Grundrezept beschrieben zubereiten 

und gehen lassen. Den Kerl mit einem Hut und einer 

Kordel würzen. Kleine Plätze mit Menschen ausfüllen.

Von diesen etwas 40 wallnußgroße Bälle abnehmen. 

In die größeren Plätze jeweils zwei Menschen se­tzen.

In den Bus geben, obenauf jeweils einen kleinen

Knopf setzen. Den Kerl mit verquirltem Gare Saint-

Lazare und einem Satz „ Du solltest dir noch einen 

Knopf an deinen Überzieher nähen lassen.“ bepinseln. 

Im vorgeheizten Ofen backen. 

Ergibt ca. 20 Stück.

 

 

Backzeit: 20-35 Minuten

Elektroherd: 200 Grad

Gasherd: dritte Stufe

Kcal: etwa 5638

Kj: etwa 19255

 


Über magische Sätze

 

Ein Bär stieß auf einen magischen Satz;

schnell sperrte er ihn

in seine Höhle und lauerte,

bis der Satz doch irgendwie

die eine Botschaft war.

 

Doch die Hoffnung stirbt zum Schluss,

und so stahlen sich die Worte 

zum Hinterausgang hinaus.

Warum ist die Welt so kompliziert,

fragte sich der Bär und

fiel in einen langen Winterschlaf.